Eine diverse Gruppe von Menschen sitzt im Freien an einem Tisch und plant mithilfe eines leuchtenden, holografischen 3D-Stadtmodells und digitalen Symbolen die regionale Zukunft. Im Hintergrund ist ein belebter Marktplatz mit einer Kirche und einer Person an einem Whiteboard zu sehen.

Künstliche Intelligenz (KI) in der regionalen Zukunftsarbeit

In den letzten Jahren hat sich Künstliche Intelligenz (KI) rasant verbreitet. Auf die anfängliche Euphorie folgt inzwischen mitunter aber auch Ernüchterung: KI ist kein Allheilmittel, bringt aber in spezifischen Bereichen großen Nutzen. Diese Entwicklung betrifft auch die kommunale Zukunftsarbeit – also die Bürgerbeteiligung, das Ehrenamt oder die Entwicklung langfristiger Visionen.

Mut zum Starten mit klaren Leitplanken

Viele Gemeinden in Österreich experimentieren bereits erfolgreich mit KI-Werkzeugen. Christoph Kirchengast aus der Region Vorderland-Feldkirch bringt die nötige Haltung auf den Punkt:

„Wir wissen nicht, was daraus wird, aber wir wissen auch, dass wir uns nicht entziehen können. Es ist ein Risiko, aber wir gehen ein viel größeres Risiko ein, wenn wir jetzt nichts tun.“

Mut zum Anfangen lohnt sich, besonders in kleinen, bewussten Schritten. Gut geplantes, eingegrenztes Ausprobieren mit klaren Leitplanken erspart teure Umwege. Unser kommender Leitfaden zeigt dafür konkrete Wege auf: Er definiert klare Anwendungsbereiche, erläutert den Nutzen, liefert reale Praxisbeispiele und gibt direkt umsetzbare Starttipps.

Stärken nutzen, Grenzen kennen

Bei der Anwendung von KI-Tools geht es weder um komplizierte Technik noch um den Abbau von Arbeitsplätzen. Vielmehr wollen wir ein Gespür für die Stärken und Grenzen der KI vermitteln. Dieses Verständnis ist der Schlüssel: Es zeigt, wo Werkzeuge zeitraubende Routineaufgaben effizienter gestalten – und wo man wegen nicht nachprüfbarer Korrektheit oder Rechtssicherheit bewusst auf sie verzichtet.
Die große Chance für Gemeinden liegt im kreativen Kombinieren bestehender Möglichkeiten. Dafür braucht es Offenheit und aktiven Austausch. Gleichzeitig bleibt eines unverzichtbar: Zukunftsarbeit lebt von Vertrauen und echtem menschlichem Miteinander – und das kann keine Technologie ersetzen.

Leitfaden KI in der regionalen Zukunftsarbeit

In Oberösterreich hat das Programm agenda.zukunft bereits 182 Städte, Gemeinden und Regionen bei ihrer Zukunftsgestaltung begleitet. Um die Potenziale von KI in diesem Kontext zu beleuchten, arbeitet das Referat Regionale Zukunftsgestaltung aktuell an einem neuen Leitfaden, der im September 2026 veröffentlicht wird. 

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