Grafik mit der Aufschrift Leben an mehreren Orten
News
Multilokalität
Oberösterreich
12.09.2019

Trendreport "Leben an mehreren Orten - Multilokalität als Chance für Stadt und Land"

Multilokale Menschen sind mit ihrem Wissen und ihren Netzwerken eine wichtige Ressource für ländliche Regionen und Gemeinden. Der neue Trendreport der Oö. Zukunftsakademie beleuchtet das Thema und zeigt konkrete Handlungsoptionen auf.

In den letzten Jahren und Jahrzehnten ist verstärkt das Phänomen der "residenziellen Multilokalität" zu beobachten: Menschen leben, arbeiten, lernen, schlafen, essen, feiern, gestalten an mehreren Orten. Aus verschiedensten Gründen, etwa der Ausbildung, der Liebe, dem Arbeitsplatz oder dem Freizeitangebot wegen, entscheiden sich circa 200.000 OberösterreicherInnen für einen multilokalen Lebensstil – Tendenz steigend. Sie fühlen sich an zwei oder mehr Plätzen auf dieser Welt heimisch und verbunden.

Dieses Phänomen steht in enger Verbindung mit den großen Megatrends unserer Zeit: Die Individualisierung eröffnet Freiräume für die persönliche Lebensgestaltung. Die Digitalisierung ermöglicht vielfach ortsunabhängiges Arbeiten. Neue Mobilitätsformen haben Wegzeiten und Reisekosten dramatisch gesenkt. Die Sogwirkung großer Städte, etwa als Bildungs- und Wissensträger, ist ungebrochen. Zugleich steigt als Gegentrend zur Globalisierung das Bedürfnis nach Heimat, Natur und Tradition. Flexible Familienstrukturen bedingen oft häufiges Pendeln zwischen verschiedenen Familienstandorten. Auch der Klimawandel und seine enormen Auswirkungen in den Städten führen – quasi als „Sommerfrische 4.0“ – zu verstärkter Multilokalität.

Die Oö. Zukunftsakademie macht mit diesem Trendreport die vielen Facetten der Multilokalität sichtbar und zeigt konkrete Handlungsoptionen für Stadt und Land auf, um Oberösterreich auch künftig attraktiv für multilokal lebende Menschen zu gestalten. Multilokal lebende Menschen bringen ihr Wissen, ihr Netzwerk, ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit, wenn sie zwischen ihren Wohnsitzen pendeln. Sie sind damit für ländliche Regionen und Gemeinden eine enorm wertvolle Ressource und eine mögliche Bereicherung.  

Homepage Oö.Zukunftsakademie

Weitere Artikel

Ein Gruppenfoto von etwa 25 Teilnehmenden eines Netzwerktreffens in einem hellen Konferenzraum. Die Personen stehen und knien in mehreren Reihen, lächeln in die Kamera und halten Schilder mit der Aufschrift „miteinander. füreinander. wirksam“ in den Händen. Eine Teilnehmerin hält ein Baby im Arm.
15.04.2026

Inspirierender Austausch beim miteinander.füreinander.wirksam-Netzwerktreffen

Rund 30 Vertreter:innen aus sechs Gemeinden kamen am 14. April in der SPES Zukunftsakademie zusammen, um beim Netzwerktreffen des agenda.zukunft-Netzwerks miteinander.füreinander.wirksam zentrale Zukunftsthemen zu diskutieren. Im Fokus standen Ergebnisse aus Befragungen, gemeinsames Lernen sowie neue Impulse für starke, sorgende Gemeinschaften vor Ort.
Eine Gruppe von 16 Personen posiert im Freien auf einer Terrasse vor einer Hügellandschaft und hält ein großes Plakat mit der Aufschrift „Gemeinde NAVI AGENDA 2030“ in die Kamera.
14.04.2026

St. Stefan-Afiesl: Erfolgreicher Start in einen gemeinsamen Zukunftsprozess

Mit einem gelungenen Auftakt und großem Engagement der Bevölkerung ist die Gemeinde St. Stefan-Afiesl in den neuen agenda.zukunft-Basisprozess gestartet.
Vom lebendigen Zukunftsmarkt bis zur intensiven Arbeit mit dem GemeindeNavi zeigt sich: Die Gemeinde setzt auf Beteiligung, klare Orientierung und konkrete Maßnahmen, um ihre Zukunft nachhaltig und gemeinsam zu gestalten.
Ein Farbfoto auf einem rustikalen Holztisch, aufgenommen in einer ländlichen Hügellandschaft mit grünen Wiesen und Wäldern. Eine Bäuerin (links, in kariertem Hemd und brauner Schürze) und ein Koch (rechts, in weißer Kochuniform und hoher Mütze) lächeln sich an und geben sich die Hand über einem reich gedeckten Tisch.  Der Tisch ist überladen mit einer Vielzahl regionaler Produkte:  Ein großer gelber Kürbis  Verschiedene Brotleibe  Ein Stapel roter Radieschen  Ein Korb mit anderem Gemüse (einschließlich Karotten, Tomaten und Gurken)  Frischer Fisch  Rohes Fleisch und eine Auswahl an Käse  Andere ländliche Produkte wie Eier und eine Schüssel mit Honig.  Die Szene symbolisiert eine Partnerschaft zwischen lokaler Landwirtschaft und kulinarischer Expertise vor dem Hintergrund der österreichischen Alpenlandschaft.
13.04.2026

Regional is(s)t genial: ein kooperatives Netzwerk für regionale Lebensmittel

Ein neues Projekt stärkt die Zusammenarbeit zwischen Gastronomie und regionalen Produzent:innen. Durch den Aufbau einer Gastro-Food-Coop werden Prozesse vereinfacht und regionale Lebensmittel leichter verfügbar gemacht. Ziel ist eine praxistaugliche Lösung, die Wertschöpfung in der Region unterstützt und langfristige Partnerschaften im Tourismus und in der Landwirtschaft fördert.
Eine Gruppe von etwa zehn Personen sitzt im Kreis in einem hellen, modern ausgebauten Holzstadel beim Bürgerrat Eidenberg. Eine Moderatorin im roten Rock steht vor mehreren Flipcharts und Pinnwänden und spricht zur Gruppe. In der Mitte des Stuhlkreises liegen bunte Moderationskarten auf dem Holzboden, die mit Steinen beschwert sind. Die Stimmung wirkt konzentriert und dialogorientiert.
07.04.2026

Zukunft.hören: Bürgerräte in Oberösterreich

Wie können Menschen wieder stärker in politische Entscheidungen eingebunden werden – jenseits von Wahlen und Parteipolitik? Und was passiert, wenn ganz unterschiedliche, zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger gemeinsam an Lösungen für ihre Gemeinde arbeiten? Das Beteiligungsformat „Bürgerrat“ zeigt die Potenziale einer vielfältigen Zusammenarbeit.