Ein Saal voller Menschen, hören einem Referenten zu.
News
Co-Modelle
Co-Nahversorgung
Eidenberg
15.12.2024

Neues Nahversorgungsmodell für Eidenberg

Die Agenda.Zukunft Gemeinde Eidenberg ist Vorreiter in Sachen nachhaltiger Nahversorgung. Bereits vor über 20 Jahren wurde hier eines der ersten vereinsgeführten Nahversorgungsprojekte Oberösterreichs gestartet. Jetzt wurde für die Nachfolge des "Gschäftl" ein neues Konzept entwickelt und präsentiert, das die Nahversorgung in Eidenberg wieder auf neue Beine stellen soll.

Die Agenda.Zukunft Gemeinde Eidenberg hat viel Erfahrung bei innovativen Nahversorgungsprojekten. Bereits vor über 20 Jahren wurde mit dem „G’schäftl“ eines der ersten vereinsgeführten Nahversorgungsmodelle in Oberösterreich ins Leben gerufen. Dieses Modell diente vielen anderen Gemeinden als Vorbild. Die Möglichkeit, direkt vor Ort einzukaufen, ist ein zentraler Bestandteil des Gemeindelebens und wird auch von der Bevölkerung sehr geschätzt. Dies zeigte sich deutlich im kürzlich abgeschlossenen Agenda.Zukunft-Basisprozess, der klar machte, dass eine eigene Nahversorgung für die Eidenberger Bevölkerung unverzichtbar ist.

Nach über 20 Jahren endet mit Jahresende 2024 die Tätigkeit der bisherigen Geschäftsführerin des „G’schäftls“. Um eine nahtlose Fortführung sicherzustellen, wurde in den letzten Monaten im Rahmen eines Agenda.Zukunft-Prozesses intensiv an einer zukunftsfähigen Weiterentwicklung des Modells gearbeitet. Eine engagierte Projektgruppe, unterstützt von einer externen Prozessbegleitung, hat in regelmäßigen Treffen aus ersten Ideen schrittweise ein umsetzungsreifes Konzept geformt.

„Aus der Vergangenheit haben wir gelernt: Entweder wir machen uns unsere Infrastruktur selber, oder wir haben nichts mehr.“ 

Josef Madlmeir, Projektinitiator

Am Dienstag, dem 10. Dezember 2024, fand im DLZ-Eidenberg die Konzeptpräsentation für das neue Nahversorgungsprojekt statt. Es soll ein Verein als Einkaufsgemeinschaft gegründet werden. Der Verein erwirbt dann die Produkte, die für alle Mitglieder 7 Tage in der Woche im Warenlager verfügbar sind.


Nur wenn mindestens 150 Beitrittserklärungen zusammenkommen, erfolgt der Schritt der Vereinsgründung. Die Eröffnung des gemeinsamen Lebensmittellagers ist dann ab Mai 2025 im ehemaligen Gasthaus Wollendorfer möglich. Auch bei der notwendigen Erstinvestition können und sollen sich alle beteiligen – durch den Ankauf von Bausteinen soll die Finanzierung gelingen. Der finanzielle Beitrag der Bausteine wird in Form von Guthaben über 5 Jahre wieder zurückerstattet. Das Interesse der Bürger*innen am neuen Konzept ist groß, erste Beitrittserklärungen wurden direkt bei der Startveranstaltung ausgefüllt. Die Projektgruppe hofft, dass möglichst viele die einmalige Chance nutzen, um diese neue, zukunftsorientierte Nahversorgung in Eidenberg Wirklichkeit werden zu lassen.

„Wir in Eidenberg sind wirklich dankbar über Bürgerinnen und Bürger, die sich so engagieren. Nur miteinander können wir es schaffen. “

Bgm. Adi Hinterhölzl

Mit diesem Projekt zeigt Eidenberg erneut, wie gemeinschaftliches Engagement und innovative Ansätze nachhaltige Lösungen hervorbringen können. Das Nahversorgungsprojekt steht beispielhaft für Partizipation und regionale Entwicklung – ein Modell, das auch anderen Gemeinden als Inspiration dienen kann.


Infos zum neuen Nahversorgermodell in Eidenberg

Weitere Artikel

Eine feierliche Gruppe von Männern und Frauen in Anzügen und Trachtenjacken steht im Freien auf einem neu gepflasterten Platz. Sie blicken andächtig in Richtung eines Denkmals im Vordergrund, auf dem ein historischer Helm liegt. Im Hintergrund sind Wohngebäude und eine ansteigende Straße zu sehen.
02.06.2026

Gutau feiert seine neue Ortsmitte

Aus einer Idee für neue Beleuchtung wurde ein zukunftsweisendes Ortsentwicklungsprojekt: Mit der Neugestaltung des Marktplatzes hat Gutau seine Mitte neu gedacht – als Ort der Begegnung, des Erinnerns und des gemeinschaftlichen Lebens. Der neue Friedensplatz, vielfältige Nutzungsmöglichkeiten und liebevolle Details wie das Cyanometer verbinden Geschichte, Kultur und Zukunft auf besondere Weise.
Zwei Männer sitzen sich an einem hölzernen Picknicktisch auf einer grünen Wiese unter einem großen, schattenspendenden Baum gegenüber. Sie tragen Kopfhörer und sprechen in Mikrofone, um ein Outdoor-Interview oder einen Podcast aufzunehmen. Im Hintergrund befindet sich ein großes, weißes Gebäude.
02.06.2026

Zukunft.hören: Regionalentwicklung als Architektur für morgen

Wie können Regionen ihre Rolle neu denken – zwischen Mitgestaltung, Mobilität und neuen Formen der Zusammenarbeit? Wie entwickelt man eine Region, in der Menschen nicht nur leben, sondern auch wirklich bleiben wollen? Diese Folge Zukunft.hören blickt auf die Regionalentwicklung als „Meta-Thema“.
Innenaufnahme eines hellen, holzgetäfelten Seminarraums mit großen Fenstern. Eine Gruppe von rund einem Dutzend Menschen sitzt auf Stühlen im Kreis und hört aufmerksam einer Moderatorin zu, die gestikulierend vor mehreren Flipcharts steht. Auf den Flipcharts sind Überschriften wie „Problemstellung“ und „Lösungsideen“ erkennbar.
28.05.2026

Bürgerrat liefert neue Impulse für die Zukunft von St. Stefan Afiesl

Im Rahmen des agenda.zukunft Basisprozesses fand am 22. und 23. Mai im Stefansplatzerl in St. Stefan Afiesl ein Bürgerrat statt. An eineinhalb Tagen arbeiteten elf zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger intensiv an der Frage, wie sich ihr Lebensraum und die Gemeinde St. Stefan Afiesl weiterentwickeln sollen.
Eine Gruppe von acht Personen steht nebeneinander auf einer spärlich beleuchteten Veranstaltungsbühne. Eine Frau in der Mitte spricht in ein Mikrofon, die anderen hören zu oder blicken ins Publikum. Im Hintergrund zeigt eine Leinwand eine Präsentation mit dem Titel „NACHBARSCHAFT & WIR-KULTUR & VERBINDUNG“ sowie Porträtfotos. Links im Vordergrund auf der Bühne ist ein kleines, beleuchtetes Architekturmodell aufgebaut. Die Bühne wird von einzelnen hängenden Glühbirnen und violettem Licht erhellt.
21.05.2026

Erfolgreicher Abschluss Lehrgang Co-Design Zukunft in den Regionen Innviertel-Hausruck und Wels-Eferding

Engagierte Menschen stellen ihre Ideen und Projekte für die Region vor: 22 Absolvent:innen – 5 Module mit geballtem Know-How für regionale und kommunale Gestaltungskompetenz an 5 inspirierenden Seminarlocations – 21 Praxisprojekte – das alles und noch viel mehr war der Lehrgang Co-Design Zukunft in den Regionen Innviertel-Hausruck und Wels-Eferding.