Blick über die Schultern von Schulkindern in einem Klassenzimmer auf einen großen digitalen Bildschirm. Auf dem Display ist eine farbenfrohe Eulen-Grafik und der Name „FLORA“ zu sehen. Links und rechts vom Bildschirm stehen zwei Moderatoren in weißen T-Shirts und führen durch den Workshop. Die Kinder sitzen an hellen Tischen und folgen aufmerksam dem Vortrag.
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Kinder.Gestalten.Zukunft
Molln, St. Pantaleon, St. Stefan-Afiesl, Vorchdorf
12.03.2026

Kinder.Gestalten.Zukunft - vier Gemeinden setzen auch dieses Jahr auf die Beteiligung und das Engagement von Kindern!

Kinder haben eine klare Sicht auf ihre Lebenswelt – und oft überraschend gute Ideen. Mit Kinder.Gestalten.Zukunft ermöglicht agenda.zukunft vier Gemeinden diese Perspektiven in die Gemeindeentwicklung einzubringen. 144 Volksschulkinder aus Vorchdorf, St. Pantaleon, St. Stefan-Afiesl und Molln starten derzeit in einen kreativen Beteiligungsprozess, der ihren Ideen Raum gibt und Demokratie erlebbar macht.

Nach den vielen positiven Rückmeldungen aus dem Vorjahr geht Kinder.Gestalten.Zukunft in die nächste Runde. Auch 2026 erhalten wieder vier Gemeinden in Oberösterreich die Möglichkeit, Kinder aktiv an der Gestaltung ihres Lebensumfeldes zu beteiligen.

In Vorchdorf, St. Pantaleon und Molln haben die ersten Workshops bereits begonnen, die Gemeinde St. Stefan-Afiesl startet kommende Woche. Insgesamt 144 Kinder aus der 3. und 4. Schulstufe beschäftigen sich dabei mit Fragen wie:

  • Was gefällt uns in unserer Gemeinde?
  • Wo gibt es Verbesserungsbedarf?
  • Welche Ideen haben wir für die Zukunft unseres Ortes?

Die Kinder bringen dabei ihre ganz eigenen Perspektiven ein – offen, kreativ und oft überraschend klar. Genau diese Sichtweisen sind für eine nachhaltige Gemeindeentwicklung besonders wertvoll.

Kinderperspektiven sichtbar machen

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Überzeugung: Gute Zukunftsentscheidungen entstehen, wenn unterschiedliche Blickwinkel einbezogen werden.
Kinder erleben ihre Gemeinde anders als Erwachsene. Schulwege, Spielräume, Treffpunkte oder Naturflächen sind für sie zentrale Orte ihres Alltags. Wenn diese Erfahrungen in Planungs- und Entwicklungsprozesse einfließen, entstehen Lösungen, die für die gesamte Gemeinschaft einen Mehrwert schaffen.

Die Agenda.Zukunft schafft dafür einen strukturierten Rahmen: Kinder werden ermutigt, ihre Gedanken zu formulieren, Ideen zu entwickeln und diese öffentlich zu präsentieren. Gleichzeitig lernen sie, wie Entscheidungen in einer Gemeinde entstehen – und dass ihre Stimme zählt.

Ein lächelnder Mann in dunkler Strickjacke kniet inmitten einer Gruppe von fünf Grundschulkindern. Die Kinder halten stolz ihre selbstgestalteten Projekt-Tagebücher und Mappen in die Kamera. Der Mann hält einen großen weißen Briefumschlag mit einem grünen Herzverschluss und der Aufschrift „Von der 3b“. Im Hintergrund ist eine graue Wand mit bunten, kindgerechten Zeichnungen zu sehen.

Kreative Workshops in den Schulen

Der Beteiligungsprozess beginnt mit mehreren Workshops im Unterricht, die speziell auf die Altersgruppe abgestimmt sind. Mit kreativen Methoden setzen sich die Kinder mit ihrem Lebensumfeld auseinander, zum Beispiel durch:

  • Arbeiten mit Luftbildern ihrer Gemeinde
  • Bau von Modellen
  • Video- und Tonaufnahmen
  • Gruppenarbeiten und Ideensammlungen

So entstehen konkrete Vorschläge für Verbesserungen oder neue Projekte im Ort – von sicheren Wegen über neue Begegnungsräume bis hin zu Ideen für gemeinschaftliche Aktivitäten. 

Kinder spielen mit Bausteinen auf einer großen Landkarte

Kinder präsentieren ihre Ideen öffentlich

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist das Kinderforum in der jeweiligen Gemeinde.
Dort stellen die Kinder ihre Ideen der Öffentlichkeit vor – vor Eltern, Vertreter:innen aus Politik und Verwaltung sowie engagierten Bürger:innen. Diese sogenannten Projektpat:innen geben Feedback und unterstützen dabei, dass die Vorschläge der Kinder weiterverfolgt und umgesetzt werden.

So bleibt Kinderbeteiligung nicht nur ein einmaliger Workshop, sondern wird zu einem Impuls für konkrete Veränderungen in der Gemeinde.

Ein Mann im hellblauen Hemd steht in einem vollbesetzten Saal und spricht in ein Mikrofon. Im Vordergrund sind zwei aufmerksame Kinder zu sehen, während im Hintergrund ein gemischtes Publikum aus Erwachsenen und Kindern auf Stühlen sitzt. An der Holzwand im Hintergrund hängen bunte Plakate und Zeichnungen.

Höhepunkt: Kinderkonferenz im Landhaus

Der gemeinsame Abschluss des Projekts ist die Kinderkonferenz am 29. Juni 2026 im Linzer Landhaus.
Dort treffen sich Kinder aus allen teilnehmenden Gemeinden und präsentieren ihre Ideen und Erfahrungen. Gleichzeitig erhalten sie die Möglichkeit, mit Landeshauptmann Thomas Stelzer ins Gespräch zu kommen und über ihre Vorstellungen für die Zukunft ihrer Gemeinden zu sprechen.

Für viele Kinder ist dies ein besonderer Moment: Sie erleben, dass ihre Gedanken ernst genommen werden und dass demokratische Beteiligung bereits in jungen Jahren möglich ist.

Auf einer Bühne sitzt Landeshauptmann Thomas Stelzer in einem dunklen Anzug zusammen mit vier Kindern in einer halbkreisförmigen Gesprächsrunde. Er spricht in ein Mikrofon, während die Kinder aufmerksam zuhören. Im Hintergrund hängen Pinnwände mit der Aufschrift „KINDER GESTALTEN ZUKUNFT“, bunten Zeichnungen und Fotos von Outdoor-Aktivitäten. Im Vordergrund sind die Hinterköpfe des Publikums im Saal zu sehen.

Kinder.Gestalten.Zukunft - Ein Gewinn für Kinder und für Gemeinden

Das Projekt zeigt, wie wertvoll Beteiligung sein kann – für alle Beteiligten.

Kinder erleben:

  • dass ihre Ideen wichtig sind
  • wie Zusammenarbeit funktioniert
  • wie Entscheidungen in einer Gemeinde entstehen

Gemeinden profitieren von:

  • neuen Perspektiven auf den öffentlichen Raum
  • kreativen und oft sehr praktischen Ideen
  • einer stärkeren Verbindung zwischen Generationen

So entsteht Schritt für Schritt eine Gemeindeentwicklung, die viele Sichtweisen berücksichtigt und gemeinsam gestaltet wird.

Wir freuen uns auf spannende Einblicke, kreative Ideen und viele besondere Erlebnisse in den kommenden Wochen – und darauf, gemeinsam mit den Kindern Zukunft zu gestalten.

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