Skizzierte Kirche mit Slogan Kaltenberg - Ein Leben lang
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Kaltenberg
24.05.2019

Kaltenberg arbeitet am Fahrplan für die Zukunft

Wohin soll sich die Mühlviertler Alm-Gemeinde mit ihren 621 EinwohnerInnen entwickeln? Zukunftsweisende Antworten darauf werden aktuell im Agenda 21-Prozess erarbeitet. Erste Schritte waren eine Befragung der BürgerInnen mit einem Rücklauf von 70 Prozent, die Aufschlüsse über Themen und Wünsche und Bedürfnisse der BürgerInnen gibt. Handlungsbedarf wurde vor allem in der Alltagsmobilität, dem Vermeiden von Leerstand oder auch beim Zuzug von jungen Menschen geortet, wozu nun Maßnahmen entwickelt werden.

Mit einer Beteiligung von über 70% der Haushalte war die Fragebogenaktion der letzten Wochen ein voller Erfolg. Die KaltenbergerInnen hatten dabei die Möglichkeit den IST-Zustand ihrer Heimatgemeinde zu beurteilen und ihre Wünsche und Bedürfnisse für die Zukunft zu nennen. Der Großteil der Gemeindebevölkerung fühlt sich im Gemeinschaftsleben wohl und schätzt das schöne Ortsbild. Als positiv wird ebenso die Schaffung eines Nahversorgers auf Vereinsbasis, das intakte Vereinsleben und die Landwirtschaft mit hohem Bio-Anteil wahrgenommen. Handlungsbedarf sehen die KaltenbergerInnen bei der Alltagsmobilität, bei der langfristigen Absicherung des Trinkwassers, beim Vermeiden von Leerstand in den Gebäuden und bei der Schaffung von Baugründen sowie beim Zuzug von Jungfamilien. Außerdem soll sich die Gemeinde in Richtung Energie-Unabhängigkeit orientieren.

Nach der Ergebnispräsentation erfolgten eine Begehung der Gemeinde und für einen Vormittag wurde ein offenes Planungsbüro im Ort eingerichtet. Als besonderes Anliegen kristallisierte sich dabei die Schaffung von Treffpunkten für Jugendliche im Ort. Hier gibt es auch schon erste konkrete Realisierungsüberlegungen dazu. Eine eigene Befragung der Jugendlichen zu ihren Anliegen wird ebenfalls noch durchgeführt.

Jetzt gilt es die Ergebnisse schrittweise zu einem Zukunftsprofil zu verdichten und in Umsetzung zu bringen. Das Zukunftsprofil soll zudem Auswirkungen auf die Prioritätenreihung von kostenintensiveren Vorhaben bei der Gemeindefinanzierung neu haben.

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