Ein Dutzend Mädchen und Jungen sitzt konzentriert im Kreis in einem Klassenzimmer. Vor ihnen auf dem Boden liegt ein großes, bunt beschriftetes Plakat mit der Überschrift „Meine Traumgemeinde“. Eine Betreuerin im Vordergrund links gestikuliert mit den Händen, während die Kinder aufmerksam zuhören und mitdiskutieren.
News
Oberneukirchen
30.06.2026

Jugend-ZukunftsLAB und Zukunftsreise in Oberneukirchen

Im Rahmen des agenda.zukunft Follow-up Prozesses in Oberneukirchen standen die Perspektiven junger Menschen im Mittelpunkt. Mit dem Jugend-ZukunftsLab sowie der Zukunftsreise in den Volksschulen Oberneukirchen und Traberg wurden zwei Beteiligungsformate umgesetzt, die eindrucksvoll zeigen, wie engagiert sich Kinder und Jugendliche mit ihrer Gemeinde auseinandersetzen.

Jugend-ZukunftsLab: Ideen, die bewegen
Beim Jugend-ZukunftsLab hatten 10 Jugendliche aus der Gemeinde Oberneukirchen die Möglichkeit, ihre Ideen zu entwickeln, Wünsche zu formulieren und die Zukunft ihres Lebensumfeldes aktiv mitzugestalten.

In einem kreativen Arbeitsprozess setzten sie sich intensiv mit zentralen Themen auseinander:

  • Freizeit, Aktionen und Veranstaltungen
  • Wege und Mobilität
  • Treffpunkte und Orte
  • Sonstige Themen

Dabei sammelten die Jugendlichen sogenannte „Kiss & Kill“-Argumente, um Chancen und Herausforderungen ihrer Ideen kritisch zu beleuchten. Aufbauend darauf entwickelten sie ihre Herzensanliegen weiter und erarbeiteten drei konkrete Prototypen, die ihre Visionen greifbar machten.

Ansicht von oben auf einen weißen Tisch, auf dem drei kreative Prototypen-Modelle für das JugendLab liegen. Die Modelle wurden aus Karton, buntem Papier, Pfeifenreinigern und Bechern gebastelt. Auf Beschriftungen sind Wörter wie „Sprungbrett“, „Baum“ und „Bei den Toren Netze dran“ zu erkennen. Am unteren Bildrand sind die Füße der jungen Konstrukteure zu sehen.

Im anschließenden Generationen-Tandem präsentierten sie ihre Ergebnisse den politisch Verantwortlichen sowie interessierten Bürger:innen. Die Jugendlichen überzeugten mit durchdachten Konzepten, kreativen Lösungen und einem klaren Blick für die Bedürfnisse ihrer Altersgruppe. Begleitet wurden sie dabei von Zoe Zehetner und Selina Straubinger von der SPES Zukunftsakademie.
Bürgermeister Josef Rathgeb und Vizebürgermeisterin Anneliese Bräuer zeigten sich begeistert vom Engagement und den Ideen der Jugendlichen – einige davon können noch vor den Sommerferien umgesetzt werden. 

In einem lichtdurchfluteten Raum mit Holzboden steht eine Gruppe von Jugendlichen und Erwachsenen unterschiedlichen Alters um einen Tisch herum. Sie arbeiten gemeinschaftlich an einem Projekt. Durch die große, bodentiefe Panorama-Fensterfront im Hintergrund sieht man eine weite, grüne Hügel- und Waldlandschaft unter blauem Himmel.

Zukunftsreise: Kreative Einblicke aus Kindersicht
Mit viel Neugier und Fantasie begaben sich die Schülerinnen und Schüler der 3. Klassen der Volksschulen Oberneukirchen und Traberg auf eine gemeinsame „Zukunftsreise“. Begleitet wurden die beiden Workshops von Zoe Zehetner (SPES).

Ziel war es, die Perspektiven dieser Generation sichtbar zu machen und ihre Vorstellungen für ein lebenswertes Oberneukirchen der Zukunft zu sammeln. Spielerisch näherten sich die Kinder zentralen Fragen an:

  • Wie möchten wir in Zukunft leben?
  • An welchen Orten fühlen wir uns besonders wohl?
  • Welche Wünsche haben wir für unsere Umgebung?
  • Wie sieht unsere Traumgemeinde aus?

Dabei entstanden zahlreiche kreative und zugleich bemerkenswert klare Ideen: Die Kinder wünschen sich vor allem sichere Freizeitmöglichkeiten, attraktive Spiel- und Bewegungsräume, Naturerlebnisse sowie Orte zum Treffen und gemeinsamen Aktivsein. Auch Themen wie Umweltschutz, Sicherheit und ein gutes Miteinander wurden von den Schülerinnen und Schülern bewusst angesprochen.

Die Zukunftsreise verdeutlichte eindrucksvoll, dass bereits junge Menschen ein feines Gespür für die Bedürfnisse ihrer Umgebung haben und sich aktiv einbringen möchten. Ihre Ideen liefern wertvolle Impulse für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde.

Gruppenbild in einem hellen Klassenzimmer. Rund 15 Kinder sitzen auf dem Boden, während im Hintergrund drei Erwachsene stehen und ein weiterer rechts sitzt. Die Gruppe lächelt in die Kamera und hält drei große, kreativ gestaltete Plakate mit Mindmaps und Zeichnungen in die Höhe.

Auch Bürgermeister Josef Rathgeb unterstrich die Bedeutung dieser Beteiligung:

„Eure Meinung und eure Ideen sind sehr wertvoll für die zukünftige Entwicklung unserer Gemeinde.“

Gemeinsam Zukunft gestalten
Die beiden Formate zeigen deutlich: Beteiligung kennt kein Alter. Ob Kinder oder Jugendliche – ihre Perspektiven sind unverzichtbar für eine nachhaltige, lebenswerte Gemeindeentwicklung. Oberneukirchen setzt damit ein starkes Zeichen für gelebte Partizipation und eine gemeinsame Gestaltung der Zukunft.

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