Gutau feiert seine neue Ortsmitte
Aus einer Idee für neue Beleuchtung wurde ein zukunftsweisendes Ortsentwicklungsprojekt: Mit der Neugestaltung des Marktplatzes hat Gutau seine Mitte neu gedacht – als Ort der Begegnung, des Erinnerns und des gemeinschaftlichen Lebens. Der neue Friedensplatz, vielfältige Nutzungsmöglichkeiten und liebevolle Details wie das Cyanometer verbinden Geschichte, Kultur und Zukunft auf besondere Weise.
Was einst mit einer einfachen Idee begann – einer neuen Beleuchtung rund um den Marktplatz – entwickelte sich Schritt für Schritt zu einem der bedeutendsten Ortsentwicklungsprojekte der Gemeinde.
„Schon bei den ersten Gesprächen war klar: Es braucht mehr als nur neues Licht“,
erinnert sich Christian Mayrhofer, Leiter des agenda.zukunft-Prozesses „Gutau, mei Mitt’n“, an die Anfänge der Marktplatz Neugestaltung.
Die Finanzierung gelang durch breit gestreute Förderansuchen, was sich auch in der Anwesenheit von drei Landesräten bei der Eröffnung widerspiegelte.
Bürgermeister Josef Lindner betonte die Vielzahl an Aspekten, die in die Planung eingeflossen sind – von der Verkehrsführung über Leerstandsmanagement bis hin zur Stärkung des gemeinschaftlichen Lebens. Die Bauphase selbst bezeichnete er als „Operation am offenen Herzen“.
Ein besonderes Element der neuen Ortsmitte ist der Friedensplatz vor der Kirche. Mit dem neu positionierten Kriegerdenkmal wurde hier ein würdevoller Ort des Erinnerns geschaffen – ein Platz, der innehalten lässt. Gleichzeitig soll der neue Marktplatz ein lebendiger Treffpunkt sein: für Märkte, Feste, Kultur und das vielfältige Vereinsleben, das Gutau ausmacht.
Und wer über den Platz schlendert, darf ruhig auch einmal nach oben blicken: Ein Cyanometer lädt dazu ein, die Intensität des Himmelsblaus zu entdecken – ein poetischer Hinweis auf die traditionsreiche Blaudruck‑Geschichte der Färbergemeinde.

