Eine Gruppe von rund 30 Menschen sitzt im Kreis bei einer Infoveranstaltung von agenda.zukunft in einem hellen Seminarraum. Ein Mann steht vorne und spricht, im Hintergrund sind Präsentationsboards zu sehen.
News
ProjektLabor
Vöcklabruck-Gmunden
24.09.2026

Gemeinsam weiterdenken: Vier Ideen für ein gutes Leben im Alter nehmen Fahrt auf

Wie wollen wir im Alter wohnen? Was braucht es, damit Selbstständigkeit, Gemeinschaft und Lebensqualität möglichst lange erhalten bleiben? Und wie können aus guten Ideen konkrete Projekte werden? 38 engagierte Menschen machten sich beim agenda.zukunft ProjektLabor „Wie geht’s, Alter?“ am 23. September 2026 im OKH Vöcklabruck gemeinsam auf die Suche nach Antworten – und entwickelten vier konkrete Projektideen ein Stück weiter.

Vom Gedanken zum nächsten konkreten Schritt

Der Wunsch vieler Menschen ist klar: möglichst lange selbstbestimmt, aktiv und in der vertrauten Umgebung leben zu können. Gleichzeitig verändert sich unsere Gesellschaft und der Anteil älterer Menschen wächst. Darin liegen auch Chancen, neue Formen des Wohnens, Zusammenlebens und gegenseitigen Unterstützens zu entwickeln. Genau dazu hatte bereits die Wanderausstellung  in vier LEADER-Regionen in den Bezirken Vöcklabruck und Gmunden „Wie geht’s, Alter?“ mit 46 Beispielen aus Österreich und Europa zahlreiche Impulse geliefert.
Beim ProjektLabor ging es nun einen entscheidenden Schritt weiter: vom Inspirieren zum gemeinsamen Konkretisieren. Das Format von agenda.zukunft bringt Menschen mit Ideen und Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen zusammen. In mehreren Arbeitsrunden werden Projektvorhaben aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, weiterentwickelt und erste Schritte in Richtung Umsetzung erarbeitet. Gleichzeitig entstehen Kontakte und Netzwerke, die auch über den gemeinsamen Abend hinaus wertvoll sein können.

Vier Ideen mit Potenzial

Vier Projektpat:innen brachten ihre Ideen mit ins ProjektLabor. Sie alle beschäftigen sich auf unterschiedliche Weise mit der Frage, wie ein gutes und selbstbestimmtes Leben im Alter gelingen kann:

  • Vom Familienbauernhof zum Lebensort im Alter: Ein bestehender Bauernhof soll sich öffnen und künftig Raum für Wohnen oder Tagesbetreuung älterer Menschen bieten.
  • Gemeinsam statt allein wohnen: Ein Einfamilienhaus könnte zu einer generationenübergreifenden Wohngemeinschaft werden und damit Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und selbstbestimmtes Wohnen verbinden.
  • Klein wohnen, Gemeinschaft erleben: Eine Wohnsiedlung mit Tiny Homes soll neue, bedarfsgerechte Wohnmöglichkeiten für ältere Menschen schaffen.
  • Vöcklabruck altersfreundlicher gestalten: Freundschaftsbänke, die „nette Toilette“ und weitere niederschwellige Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass ältere Menschen gut und gerne in der Stadt unterwegs sein und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Die Bandbreite der Ideen machte deutlich: Gutes Leben im Alter hat viele Facetten. Es geht um geeigneten Wohnraum ebenso wie um soziale Kontakte, Betreuung, Begegnungsmöglichkeiten, Barrierefreiheit und ein Umfeld, das Selbstständigkeit unterstützt.

Eine Gruppe von fünf Personen sitzt in einem hellen Innenraum um einen runden Tisch und arbeitet zusammen. Eine Frau im beigefarbenen Pullover schreibt auf Notizen auf dem Tisch, während eine andere Person mit blondem Pferdeschwanz daneben sitzt. Drei weitere Personen beobachten die Schreibende aufmerksam. Im Hintergrund ist eine große Schautafel mit Fotos von Gebäuden zu sehen, daneben hängt ein Plakat mit dem Text „AGENDA ZUKUNFT VOR ORT CO-KREATION BETEILIGUNG“. Die Szene wird von Tageslicht aus Fenstern im Hintergrund erhellt.
Neue Perspektiven machen Mut

Besonders wertvoll war dabei die Vielfalt der 38 Teilnehmer. Unterschiedliche berufliche Hintergründe, persönliche Erfahrungen und fachliche Zugänge sorgten dafür, dass die Projektideen aus immer neuen Perspektiven betrachtet werden konnten.
Die positiven Rückmeldungen am Ende des Abends zeigten, wie wichtig genau dieser Austausch ist. Projektpat:innen berichteten von neuen Kontakten und Ideen, hilfreichen zusätzlichen Blickwinkeln und einem wertschätzenden Miteinander. Bei manchen Vorhaben hatte bisher auch der Mut gefehlt, die eigene Idee überhaupt zum Thema zu machen. Das gemeinsame Arbeiten im ProjektLabor bestärkte darin, nun tatsächlich den ersten Schritt zu setzen.
Damit wurde an diesem Abend etwas besonders Wichtiges spürbar: Eine gute Idee muss zu Beginn noch nicht auf alle Fragen eine Antwort haben. Oft braucht es zunächst Menschen, die zuhören, nachfragen, Erfahrungen teilen, neue Perspektiven eröffnen und gemeinsam überlegen, was als Nächstes möglich ist.

Gemeinsam Zukunft des Älterwerdens gestalten

Das ProjektLabor, das von agenda.zukunft gemeinsam mit dem Regionalmanagement OÖ und den LEADER-Regionen Vöckla-Ager, Traunsteinregion, Fuschlsee-Mondseeland und Inneres Salzkammergut veranstaltet wurde, knüpfte an die Wanderausstellung „Wie geht’s, Alter?“ des afo architekturforum oberösterreich an, die im Juni und Juli 2026 in Timelkam, Ebensee und Mondsee zu sehen war. Im Mittelpunkt standen dort neue Wohnformen, lebendige Ortskerne und konkrete Ansätze, die ein möglichst selbstbestimmtes Leben im Alter unterstützen. 

 

 

Weitere Artikel

Ein Weitwinkel-Farbfoto im Freien, das eine große Gruppe von 15 Personen (9 Frauen, 6 Männer) zeigt, die stolz für ein offizielles Gruppenfoto auf einer Wiese posieren. Sie stehen vor einem rustikalen Backsteingebäude mit großen Bogenfenstern und Gitterstäben. Im Zentrum der vorderen Reihe hält dieselbe Frau wie in Bild 1, jetzt im beigefarbenen Hosenanzug, stolz eine gerahmte Urkunde mit der Aufschrift „AUSZEICHNUNG“ hoch. Alle lächeln und blicken in die Kamera. Der Mann in der roten Trachtenjacke steht ganz links und hält das Geschenkpaket. Die anderen Personen tragen eine Mischung aus formeller Kleidung, traditionellen Dirndl-Mustern und lässigen Outfits. Der Redner aus Bild 1 steht am rechten Rand. Ein großer Obstbaum ist links zu sehen.
29.09.2026

agenda.zukunft-Auszeichnung für die Marktgemeinde Pram

Was entstehen kann, wenn Menschen ihre Ideen einbringen, gemeinsam an Lösungen arbeiten und Verantwortung für ihren Lebensraum übernehmen, zeigt die Marktgemeinde Pram eindrucksvoll. Für dieses vorbildliche Beteiligungsengagement wurde die Gemeinde im Rahmen der communale „Mut zum Ausschnapsen“ mit der agenda.zukunft-Auszeichnung gewürdigt.
Das Team: Vier lächelnde Frauen stehen nebeneinander vor einer bewachsenen, grünen Efeuwand. Sie tragen legere Business-Kleidung – von einer weißen Bluse über eine lilafarbene Wildlederjacke bis hin zu einem auffälligen gelb-blauen Muster-Kleid.
22.09.2026

Herzlich Willkommen im Team der Regionalmanagerinnen, liebe Sonja!

Mit Sonja Rottenschlager bekommt der Fachbereich Regionale Zukunftsgestaltung in der Regionalmanagement OÖ Gmbh in den Regionen Steyr, Kirchdorf und Linz-Land ein neues Gesicht. Als Regionalmanagerin bringt sie nicht nur vielfältige berufliche Erfahrungen mit, sondern auch eine enge Verbundenheit mit ihrer Heimatregion und eine große Leidenschaft für gemeinsames Gestalten.
Eine feierliche Preisübergabe im Freien: Vier lächelnde Personen stehen nebeneinander auf einem gepflasterten Festplatz und präsentieren eine „Auszeichnung“ für die Gemeinde Krenglbach sowie ein Geschenk. Im Hintergrund halten weitere Personen ein Banner mit der Aufschrift „agenda.zukunft in Krenglbach“ und einem Luftbild des Ortes vor einem belebten Festbereich mit Biertischgarnituren.
22.09.2026

Krenglbach für erfolgreiche agenda.zukunft-Arbeit ausgezeichnet

Im Rahmen des Krenglbacher Herbstfestes am 20. September 2026 wurde die Gemeinde Krenglbach für ihre engagierte und erfolgreiche Arbeit im Rahmen von agenda.zukunft ausgezeichnet. Die Ehrung würdigt einen Beteiligungsprozess, der von Februar 2023 bis Juni 2024 zahlreiche Bürgerinnen und Bürger zusammenbrachte, um gemeinsam Zukunftsperspektiven für ihre Gemeinde zu entwickeln.
Das Foto zeigt eine Gruppe von zehn Personen (sieben Frauen und drei Männer), die sich nebeneinander in einem Innenraum für ein Gruppenbild aufgestellt haben. Sie stehen auf einem dunklen Boden vor einer weißen Wand (links), einer Wand mit vertikalen Holzlamellen und einem gelben Banner (Mitte/rechts). Ganz rechts im Hintergrund sind eine große Zimmerpflanze (Ficus) sowie ein Teil einer Sitzecke mit einem Laptop auf einem Tischchen zu sehen. Alle Personen blicken lächelnd oder freundlich direkt in die Kamera.
17.09.2026

Lions Nachhaltigkeitspreis 2026: Auszeichnungen für engagierte Projekte aus dem agenda.zukunft-Netzwerk

Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit beginnen vor Ort: Gleich mehrere Projekte aus dem agenda.zukunft-Netzwerk Oberösterreich wurden beim Lions Nachhaltigkeitspreis 2026 ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am Dienstag, 15. September 2026, in der Sparkasse Oberösterreich, Filiale Quadrill, statt.