Großes Gruppenfoto von rund 40 gut gelaunten Teilnehmenden einer Exkursion vor einem modernen, mehrstöckigen Wohngebäude mit weißen Fassaden und Balkonen.
News
Sorgende Gemeinschaft
Altenberg, St. Georgen an der Gusen, Scharnstein, St. Konrad, Gschwandt, Molln
20.05.2026

Gemeinsam lernen - Impulse für lebendige, sorgende Gemeinschaften

Von 11. bis 13. Mai 2026 machten sich engagierte Bürger:innen sowie Vertreter:innen aus den agenda.zukunft-Gemeinden Altenberg bei Linz, Gschwandt, Molln, St. Georgen an der Gusen und St. Konrad auf den Weg nach Bayern. Ziel der Reise war es, erfolgreiche Modelle sorgender Gemeinschaften direkt vor Ort kennenzulernen und neue Impulse für die eigene Gemeindearbeit mitzunehmen.

Die Exkursion war Teil des Programms „miteinander.füreinander.wirksam“, das Gemeinden dabei unterstützt, tragfähige Strukturen für gegenseitige Hilfe und ein starkes Miteinander aufzubauen.

Inspirierende Einblicke aus der Praxis
Mitterfels-Haselbach – Quartiersarbeit mit Herz

Bereits am ersten Vormittag erwartete die Gruppe ein umfassender Einblick in das Quartiersmanagement, vorgestellt von den Quartiersmanagerinnen Sandra Groth und Andrea Baumgartner sowie den Bürgermeistern Andreas Liebl und Simon Haas.
Das Quartiersmanagement in Mitterfels-Haselbach beeindruckte durch aktive Netzwerkarbeit mit Vereinen, Ärzten, Pfarreien und Ehrenamtlichen, gezielten Maßnahmen zur Barrierefreiheit und Mobilität sowie vielfältigen Angeboten wie Aqua‑Gymnastik, Spielenachmittagen und digitalen Schulungen. Auch regelmäßige Treffen für pflegende Angehörige und der Ausbau nachbarschaftlicher Hilfen ist für die Mitterfelser:innen und Haselbacher:innen ein großes Anliegen.
Die Gemeinden zeigen, wie durch konsequente Zusammenarbeit Einsamkeit reduziert und Lebensqualität gesteigert werden kann.

Weitere Infos unterhttps://gemeindehaselbach.de/quartiersmanagement/

Langenfeld – Begegnung über Generationen hinweg

Am Nachmittag folgte der Besuch in Langenfeld, wo Bürgermeister Reinhard Streng die Entstehung des Mehrgenerationenhauses erläuterte. Besonders eindrucksvoll war das Mehrgenerationenhaus Dorflinde als lebendiger Treffpunkt, die zentral gelegene Tagespflege und ambulant betreute Wohngemeinschaft sowie der Dorfladen, der soziale Kontakte fördert. Langenfeld zeigt, wie auch kleine Gemeinden große Wirkung entfalten können.

Weitere Infos unterhttps://www.dorflinde-langenfeld.de/

Vortrag bei einer Infoveranstaltung in einem hellen Saal mit Holzdecke. Ein Referent spricht vor einer Leinwand, auf der eine Präsentation zum Thema attraktives Leben im Alter zu sehen ist.
Ried – Nachbarschaft, die trägt

Der zweite Tag begann in Ried, wo Quartiersmanagerin Claudia Bordon‑Vieler gemeinsam mit Bürgermeister Erwin Gerstlacher die vielfältigen Angebote in der Gemeinde präsentierte. Unter dem Motto „Zusammenkommen ist ein Anfang, Zusammenbleiben ist ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ist ein Erfolg“ wurden in Ried bereits zahlreiche Projekte umgesetzt.
Die besuchten Highlights waren die betreute Wohnanlage und Tagespflege inklusive Tandem‑E‑Bike. Vor allem die starke Vernetzung zu Pflegediensten, Beratungsstellen und Alltagsbegleitern tragen stark zum Erfolg der Projekte bei. Ried zeigte eindrucksvoll, wie persönliche Ansprache Vertrauen schafft und Teilhabe fördert.

Weitere Infos unterhttps://gemeinde-ried.de/bildung-soziales/seniorenarbeit/quartierskonzept-kuemmerin/ 

Eine ältere Frau und ein älterer Mann fahren lachend auf einem modernen, blauen Spezial-Dreirad (Paralleltandem) auf einem hellen Spazierweg im Grünen.
Rammingen – Hilfe, die gut vernetzt ist

In Rammingen wurde die Gruppe von den „Sozialen Kümmerern“ empfangen, diese sind der Knotenpunkt für alle Akteure der Seniorenarbeit. Zentrale Elemente, welche Rammingen auszeichnen sind die Nachbarschaftshilfe SoS – Sei ohne Sorge, die Betreuungsgruppe für hilfs‑ und pflegebedürftige Menschen sowie die Agglomeration von Dorftreff, Bibliothek, Arztpraxis und Quartiersbüro unter einem Dach.
Rammingen gilt als Vorzeigemodell und gilt weit über die Landkreisgrenzen hinaus eine beispielhafte Gemeinde.

Weitere Infos unterhttps://www.rammingen.de/bildung-soziales/soziale-kuemmerer/nachbarschaftshilfe-sos/ 

Wössen – Engagement, das verbindet

Am dritten Tag führte die Reise nach Wössen, wo der Verein Wössner Regenbogen e.V. ein beeindruckendes Netzwerk an Angeboten präsentierte. Die Wössener:innen haben sich dazu entschieden, denen zu helfen, die es am meisten brauchen. Hierbei arbeitet der Verein Wössener Regenbogen intensiv mit der Gemeinde Wössen zusammen. Der Verein bietet ein Familienzentrum, eine Krippe und Spielstube, einen offenen Treff, Nachbarschaftshilfe und zahlreiche Veranstaltungen. Wössen zeigt, wie ein Verein das gesamte Dorf stärkt – generationenübergreifend und niederschwellig.

Weitere Infos unterhttps://www.woessner-regenbogen.de/ 

Leogang – Loigom hoit zomm

Der letzte Programmpunkt führte nach Leogang, wo der Bürgermeister Josef Grießner und der Verein Loigom hoit zomm ihre Projekte vorstellten. Der Verein bietet ehrenamtliche Hilfestellungen; rasche, unbürokratische Unterstützung und professionelle Beratung an. Weiters werden Nachbarschaftshilfe, Besuchsdienste und auch ein Hilfsmittelverleih angeboten. 
Leogang demonstriert, wie ein engagierter Verein in Kooperation mit der Gemeinde Lücken im sozialen Netz schließt und Menschen in schwierigen Situationen stärkt.

Weitere Infos unter https://loigom-hoit-zomm.at/ 

Eine Gruppe von Menschen sitzt und steht in einem modernen, hellen Raum mit Holzverkleidung und lauscht aufmerksam einer Präsentation.
Ein Blick, der weiter wirkt

Die Exkursion hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig sorgende Gemeinschaften gestaltet sein können – von kommunal getragenen Quartiersprojekten bis hin zu starken Vereinen. Besonders wertvoll waren die praxisnahen Einblicke in funktionierende Modelle, der direkte Austausch mit Verantwortlichen und Ehrenamtlichen sowie innerhalb der teilnehmenden Gemeinden. Die Exkursion inspieriert für eigene Projekte in Oberösterreich und bestätigt, dass Engagement, Vernetzung und Herz die Basis jeder sorgenden Gemeinschaft sind.
Die Reise hat deutlich gemacht, dass sorgende Gemeinschaften dort entstehen, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen – und wo Gemeinden Strukturen schaffen, die dieses Engagement ermöglichen.

 

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