Ein traditionelles, dunkelbraunes Holzhaus mit vielen Fenstern steht im Zentrum des Bildes. Davor ist ein großer, grüner Baum, der den linken Teil des Gebäudes beschattet. Der Schriftzug "Unser Wirtshaus im Ortskern" ist in weißer, geschwungener Schrift auf dem Bild zu sehen. Im Erdgeschoss befindet sich eine hölzerne Eingangstür mit Glasscheiben. Links und rechts davon sind weitere Fenster mit weißen Vorhängen und grünen Fensterläden. Zwei weiße Klappschilder stehen auf dem Gehweg davor. Ein schmiedeeiserner Zaun mit Steinpfosten verläuft entlang der rechten Seite des Hauses.
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Zell an der Pram
04.05.2026

Gemeinsam für das Wirtshaus: Zell an der Pram sichert einen Ort der Begegnung

In Zell an der Pram zeigt sich eindrucksvoll, wie aktive Bürgerbeteiligung zur Stärkung des ländlichen Lebens beitragen kann. Mit dem „Zeller Wirtshausprojekt“ entsteht derzeit ein zukunftsweisendes Beispiel im Rahmen von agenda.zukunft: Die Bevölkerung übernimmt Verantwortung, um einen zentralen Treffpunkt im Ort zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Ausgangspunkt des Projekts ist das traditionsreiche Gasthaus Wohlmuth im Ortszentrum. Mit dem bevorstehenden Pensionsantritt der langjährigen Wirtin steht der Fortbestand dieses wichtigen sozialen Ortes auf dem Spiel. Für viele Menschen in Zell ist klar: Ein Ort ohne Wirtshaus verliert ein Stück seiner Identität und Lebensqualität. 

Bürgerinnen und Bürger gestalten Zukunft
Statt auf externe Investoren zu warten, setzt die Gemeinde gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern auf ein genossenschaftliches Modell. Ziel ist es, das Gebäude zu erwerben, zu sanieren und langfristig als lebendigen Treffpunkt für alle Generationen zu sichern. Die Genossenschaft ermöglicht eine breite Beteiligung: Jede Person kann Anteile erwerben und so aktiv zur Umsetzung beitragen – ganz nach dem Prinzip „Ein Kopf, eine Stimme“.
Die Resonanz ist beachtlich: Bereits bei ersten Informations- und Beteiligungsveranstaltungen zeigten rund 180 Interessierte großes Engagement. Innerhalb kurzer Zeit wurden Genossenschaftsanteile in erheblichem Umfang gezeichnet – ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in der Region. 

Ein Ort mit Zukunftsperspektive
Das Zeller Wirtshausprojekt verfolgt einen klaren Anspruch: Bewährtes erhalten und gleichzeitig Raum für Neues schaffen. Neben der Sicherung des Gastronomiebetriebs wurden in Workshops zahlreiche Ideen entwickelt – von notwendigen Renovierungen bis hin zu neuen Nutzungsmöglichkeiten wie einem erweiterten Gastgarten oder zusätzlichen Begegnungsräumen.
Finanziell wird ein Gesamtvolumen von rund 500.000 Euro angestrebt, um Kauf und Sanierung zu ermöglichen. Der erste große Schritt ist geschafft: Mit den rund 380.000 €, die bisher gemeinsam beigetragen wurden, kann das Haus durch die Wirtshaus- Genossenschaft gekauft werden. Die nächsten Schritte werden nun beim nächsten Treffen des Proponent*innen-Team erarbeitet. 

Weitere Unterstützerinnen und Unterstützer werden aber weiterhin noch gesucht. 

Modellprojekt für den ländlichen Raum
Begleitet durch die SPES Zukunftsakademie und unterstützt im Rahmen von agenda.zukunft des Landes Oberösterreich, steht das Wirtshausprojekt exemplarisch für innovative Wege in der Ortsentwicklung. Es zeigt, wie gemeinschaftliches Engagement, lokale Identität und neue Organisationsformen erfolgreich zusammenspielen können. Zell an der Pram macht damit vor, wie Gemeinden aktiv ihre Zukunft gestalten: mit Mut, Zusammenhalt und der klaren Vision, zentrale Orte des Miteinanders zu bewahren und weiterzuentwickeln.

Weitere Infos zur Zukunft zum „Zeller Wirtshausprojekt“ gibt's auch online unter https://www.wirtshausprojekt-zell.info/ 

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