agenda.zukunft-Auszeichnung für die Marktgemeinde Pram
Was entstehen kann, wenn Menschen ihre Ideen einbringen, gemeinsam an Lösungen arbeiten und Verantwortung für ihren Lebensraum übernehmen, zeigt die Marktgemeinde Pram eindrucksvoll. Für dieses vorbildliche Beteiligungsengagement wurde die Gemeinde im Rahmen der communale „Mut zum Ausschnapsen“ mit der agenda.zukunft-Auszeichnung gewürdigt.
Unter dem Motto „Pram. Neue Ideen. Gemeinsame Wege.“ startete die Marktgemeinde Pram 2022 ihren agenda.zukunft-Basisprozess. Ziel war es, gemeinsam mit der Bevölkerung Perspektiven für eine lebenswerte und nachhaltige Weiterentwicklung der Gemeinde zu erarbeiten. Rund 90 Pramerinnen und Pramer brachten sich in den Prozess ein. Ein 15-köpfiges Kernteam begleitete die gemeinsame Arbeit besonders intensiv und entwickelte in vier Arbeitskreisen Ideen und Projekte weiter.
Aus Ideen werden konkrete Projekte
Entstanden ist dabei nicht nur ein gemeinsames Zukunftsprofil als Orientierung für die kommenden Jahre. Viele Ideen wurden bereits während und nach dem Prozess aufgegriffen und in die Tat umgesetzt. Gerade diese Verbindung von Beteiligung und konkretem Tun zeichnet den Pramer Weg aus.
Ein Beispiel dafür ist die WhatsApp-Community Pram, die mittlerweile rund 270 aktive Mitglieder miteinander vernetzt. Auch die Pflege-Wegbegleiter:innen, die Aktion „Rama Dama!“, die Pramer Spielegruppe und die Broschüre „Das bietet Pram!“ haben ihre Wurzeln im agenda.zukunft-Prozess. Letztere macht sichtbar, wie vielfältig Vereine, Initiativen und Institutionen das Leben in Pram bereichern.
Auch Kinder und Jugendliche wurden aktiv in die Gestaltung ihres Lebensumfeldes einbezogen. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern wurde an der Weiterentwicklung des Schulhofes der Volksschule gearbeitet. Der autofreie und attraktivierte Schulhof sowie die Weiterentwicklung von Spiel- und Begegnungsräumen zeigen, wie aus Beteiligung sichtbare Veränderungen im Ort entstehen können.
Anerkennung für viele engagierte Menschen
Dieses Engagement würdigten Regionalmanagerin Lene Schneiderbauer und Johannes Meinhart vom Referat Regionale Zukunftsgestaltung des Landes OÖ mit der agenda.zukunft-Auszeichnung. Stellvertretend für die vielen Menschen, die sich mit ihren Ideen, ihrer Zeit und ihrer Tatkraft eingebracht haben, nahmen Bürgermeisterin a. D. Katharina Zauner, auf deren Initiative der agenda.zukunft-Prozess 2022 gestartet wurde, und ihr Nachfolger Bürgermeister Georg Schamberger die Auszeichnung sowie ein mitgebrachtes Bschoad-Binkerl entgegen.

Die Auszeichnung versteht sich dabei vor allem als Anerkennung für die aktiven Projektgruppen und all jene Pramerinnen und Pramer, die den gemeinsamen Zukunftsweg mitgestaltet haben. Denn die bisherigen Ergebnisse zeigen: Beteiligung entfaltet dann besondere Wirkung, wenn aus Ideen gemeinsames Handeln wird und Menschen bereit sind, Verantwortung für ihr unmittelbares Lebensumfeld zu übernehmen.
„Mut zum Ausschnapsen“ als passender Rahmen
Einen passenden Rahmen für die Auszeichnung bot die communale 2026, die von 18. bis 20. September unter dem Motto „Mut zum Ausschnapsen“ in Pram stattfand. Anlässlich des Gedenkens an 400 Jahre Bauernkrieg setzte sich die Veranstaltung mit Mut, Gemeinschaft, Geschichte und Zukunft auseinander. Mit einem vielfältigen Programm brachte die communale unterschiedliche Menschen, Perspektiven und Zugänge zusammen – vom Schnapsturnier und Frühschoppen über Beiträge der Schulen bis hin zu Kunst, Musik und Gesprächsformaten. Zahlreiche Vereine, Gruppen und Initiativen aus Pram wirkten daran mit.
Damit passte das Motto auch zur agenda.zukunft-Auszeichnung: Zukunft vor Ort entsteht dort, wo Menschen den Mut haben, ihre Ideen einzubringen, gemeinsam neue Wege auszuprobieren und aus Beteiligung konkretes Tun werden zu lassen - und die Marktgemeinde Pram zeigt, wie das gelingen kann.
