Zwei Regionalmanager – eine Frau mit Brille und Schal und ein lächelnder Mann in Jeans und dunklem Pullover – stehen bei einer Veranstaltung neben dem sogenannten "Klima Fakten Turm". Der Turm ist eine Installation aus gestapelten Kartons, auf denen verschiedene Fakten und Herausforderungen zum Klimawandel in Österreich und weltweit präsentiert werden (z.B. "Problem Verkehr in Österreich: Anstieg der Emissionen" oder "Dramatische Gletscherschmelze weltweit").
News
Innviertel-Hausruck
01.12.2025

Auftakt der MITMACH-REGION Innviertel-Hausruck

Bereits im Rahmen der zukunftRIED-Fokuswochen, welche den Abschluss des Basisprozesses bildeten, zeigte sich seitens entstandener Projektinitiativen der Wunsch nach einer Plattform für weiteren Austausch, Vernetzung und gegenseitige Stärkung. Nun ein Jahr später wird sie mit der MITMACH-Konferenz am 22.11.2025 im STEF-Stadtentwicklungsforum in Ried wahr.

Die Plattform wird größer gedacht, soll über die Gemeindegrenzen hinaus gehen, die ganze Region Innviertel-Hausruck und ihre Projektinitiativen und deren Erfahrung überspannen. So haben die zwar teilweise in Ried sesshaften aber regional tätigen Vereine Kunst der Begegnung, Kulturlandimpulse, dieGiesserei und das Freie Radio Innviertel die MITMACH-REGION Innviertel-Hausruck gegründet und am 22.11. Initiativen aus der ganzen Region eingeladen sich im Rahmen der MITMACH-KONFERENZ zu zeigen, kennenzulernen und sich und ihre Erfahrungen auszutauschen. Über 40 solcher Initiativen waren vor Ort und zeigten Bürger:innenbeteiligung LIVE.
Logo "MITMACH REGION" in zwei Zeilen. "MITMACH" ist orange, "REGION" ist blau. Darunter in einem abgerundeten blauen Rechteck steht "Innviertel-Hausruck" in weiß.Die Konferenz startete mit zwei GoodPractice-Impulsen zu Bürger:innenbeteiligung und Regionalentwicklung. Lisa Ditz, Heimatentwicklerin aus dem Bayerischen Wald, erzählt von ihren Erfahrungen und gemeinschaftlichen Projekten aus ihrer Wirkregion. Katharina Zauner, BGMin in Pram, teilt ihre Erfahrung als Bürgermeisterin einer Agendagemeinde und „Kümmererin“ der im Pramer Agenda.Zukunft-Basisprozess entstandenen Projektinitiativen.

Auch die Podiumsdiskussion zum Thema „Gelingende Zusammenarbeit von Politik und Zivilgesellschaft“ zeigte den Wert einer „Kümmererperson und/oder -struktur“ über einen Agenda.Zukunft-Prozess hinaus. Einen „Raum“, in dem Projektinitiativen sich weiterhin beteiligen und „mitmachen“ können. Eine „Schnittstelle“ zur Gemeindeverwaltung und -politik. Als solche Schnittstelle sah sich Magdalena Schneiderbauer in ihrer Zeit als Co-Koordinatorin des Rieder Agenda.Zukunft-Prozesses seitens der Stadt Ried und sieht darin auch eine der größten Lernprozesse für Agenda-Gemeinden. Den Aufbau und vor allem das Halten des Kontakts zwischen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Das kontinuierliche Abgleichen der Erwartungen und Möglichkeiten. Das Sichtbarmachen der gemeinsamen Erfolge.

Johannes Meinhart, langjähriger Regionalmanager für Regionale Zukunftsgestaltung, jetzt Themenmanager im Referat für Regionale Zukunftsgestaltung des Landes Oö., macht den Erfolg von Agenda.Zukunft - Prozessen unter anderem auch daran fest, wie nachhaltig – in diesem Fall nicht im Sinne der 17 SDGs, sondern im Sinne der Beständigkeit – Bürger:innenbeteiligung auch nach der externen Prozessbegleitung gelebt wird. Gerade in den aktuellen Zeiten können die Gemeinden oft diese „Kümmererrolle“ nicht leisten. Das Netzwerk der MITMACH-REGION soll den Projektinitiativen dabei helfen, dranzubleiben. Sich gegenseitig Inspiration auch Zuversicht, KnowHow und Unterstützung geben. Wie immer unter dem Agenda-Motto „Gemeinsam Zukunft gestalten“.

„Wir stellen Raum und Zeit für Begegnung zur Verfügung, weil wir gemerkt haben, wie motivierend und stärkend es sein kann, sich in angenehmer Atmosphäre auszutauschen. Gerade, aber nicht nur, als Ehrenamtliche geht einem manchmal die Puste aus. Gemeinsam ist alles leichter“, so Kristina Friedrich, selbst vielseitig engagiert und eine der Initiatorinnen der Mitmachkonferenz. Ihr Kollege Christian Fuchsmayer ergänzt: „Uns geht es auch um Perspektivenvielfalt. Darum laden wir auch Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft ein.“

So wurden am Ende der Konferenz noch gemeinsam im Plenum die Fragen „Was brauchen wir nach diesem Austausch?“ und „Was bringt uns weiter, wo wollen wir hin?“ diskutiert. Die MITMACH-Konferenz war erst der Anfang. Es wird noch mehr Begegnungszonen (Aussteller:innenmesse), Mitmach-Tische (im Weltcafé-Format), Podiumsdiskussionen und Impulse geben. Stay tuned on Instagram @mmr_innviertelhausruck

Das Agenda-Netzwerk freut sich über eine derart aktive Zivilgesellschaft und Beteiligung bei der Entwicklung der Zukunft der Region. Der Regionalverein Inn-Salzach EUREGIO unterstützt diese ersten Impulse der MITMACH-Region Innviertel-Hausruck.

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