Wia gredt, so gschriebm - Journalismus in ländlichen Räumen am 14. Oktober 2025 in Schärding
Wie wir sprechen, bestimmt, wie wir schreiben.
Doch was erzählen wir eigentlich und wie? Welche Bilder vom ländlichen Raum tauchen immer wieder auf? Wer schreibt und erzählt? Was hat das mit journalistischer Praxis am Land zu tun?
„Wia gredt, so gschriebm“ widmet sich der journalistischen Berichterstattung über ländliche Räume im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet. Im Zentrum steht die Frage, wie Sprache, Dialekt und Narrative die Wahrnehmung dieser Regionen prägen und wie sie differenzierter erzählt werden können.
In einem partizipativen Halbtages-Workshop werden dominante Erzählmuster hinterfragt und gemeinsam neue Formate für eine inklusivere, realitätsnahe Berichterstattung entwickelt. Begleitet wird der Prozess von Expert*innen aus Journalismus, Sprachwissenschaft und Kultur.
Datum
14. Oktober 2024, 12.30 - 16.30 Uhr
Ort
Kapsreiter Stadtwirt, Knörleinweg 1, 4780 Schärding
Programm
Input von Melanie Haberl zu “Journalismus in ländlichen Räumen”
Input von Sara Geisler zu “Wie erzählt man das Land?”
Input von Magdalena Hubauer & Isabel Stumfol zu “Narrativen in ländlichen Räumen”
Moderierte Gesprächsrunden & Workshops
inklusive Mittagessen
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Melanie Haberl ist Kulturwissenschaftlerin und ehemalige Lokaljournalistin. Derzeit promoviert sie am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien zu journalistischen Arbeitsalltagen in Österreich. In ihrem Beitrag gibt sie Einblicke in ihre Forschung und fragt: Welche Rolle spielen Journalismus und Journalist:innen in ländlichen Räumen? Wie beeinflussen Nähe, Sprache und gegenseitiges „Sich-Kennen“ ihre Arbeit? Und was bedeutet das für Vorstellungen von Objektivität, Öffentlichkeit und Professionalität? Anhand konkreter Beispiele möchte sie im Workshop gemeinsam mit den Teilnehmer:innen darüber nachdenken, welchen Chancen und Herausforderungen gegenwärtiger Lokaljournalismus angesichts gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen gegenübersteht und welche Potenziale sich darin für eine zukunftsfähige, lebensnahe Berichterstattung im ländlichen Raum eröffnen.
Sara Geisler - Wie erzählt man das Land?
Reportagen aus dem ländlichen Raum sind ein besonderes Genre: Sie können das Vertraute fremd machen – oder das Fremde vertraut. Wie findet man Themen, die auch eine überregionale Leserschaft interessieren? Wie überzeugt man große Redaktionen davon? Und wie schreibt und beschreibt man, ohne in Postkartenklischees zu verfallen? Wir besprechen mit Sara Geisler, Journalistin beim ZEITMagazin, wie aus einem ersten Funken eine veröffentlichte Geschichte wird – und warum es so reizvoll ist, gerade von Orten zu erzählen, die abseits der bekannten Pfade liegen.
Mehr Infos und Anmeldunghttps://www.rurasmus.eu/forschungsinstitut/interreg-projekt-journalismus-in-lndlichen-rumen

