50 Kinder präsentieren ihre ausgearbeiten Plakate in einem Turnsaal
Beitrag
News
Kinder.Gestalten.Zukunft
Oberösterreich
19.07.2024

Kinder.Gestalten.Zukunft: Kinder in die Gemeindeentwicklung miteinbeziehen

"Kinder.Gestalten.Zukunft" ist ein partizipatives Modell, das Kindern die Möglichkeit bietet, sich aktiv in die Gestaltung ihrer Gemeinde einzubringen und ihre Anliegen und Ideen vorzutragen. Im "Kinderforum" bekommen die Kinder Rückmeldung und Unterstützung von Projektpaten. 2025 wird der Förderschwerpunkt neu aufgelegt, vier Gemeinden können sich daran beteiligen.

Die Einbindung verschiedener Interessengruppen ist entscheidend, um eine breite Perspektive und unterschiedliche Ansätze in der Gemeindeentwicklung zu gewährleisten. Kinder betrachten die Gemeinde aus einer einzigartigen Perspektive – ihrer eigenen Augenhöhe. In diesem Projekt, das professionell unterstützt wird, sollen Kinder dazu angeregt werden, sich mit ihrer Gemeinde und ihrem Umfeld auseinanderzusetzen. So können sie eine bedeutende "Expertise" zur nachhaltigen Entwicklung ihrer Gemeinde einbringen!

2018 wurde das Projekt „Kinder.Leben.Zukunft“ von Julia Soriat und William Castrillón im Zuge des Agenda.Zukunft-Prozesses in Unterach am Attersee ins Leben gerufen. Es wurde für die UNESCO Volksschule Unterach vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mit dem Sonderpreis für „Innovative Projektarbeit“ beim "Staatspreis für Schule und Unterricht 2018" sowie dem "Lions Nachhaltigkeitspreis" prämiert. Nach der Pilotphase in Unterach hat „Kinder.Leben.Zukunft“ auch in den Agenda.Zukunft-Gemeinden Höhnhart, St. Peter am Wimberg, Kronstorf und Gampern für zahlreiche neue Perspektiven und Projektideen gesorgt. 

Im Jahr 2025 ist nach der inhaltlichen Überarbeitung die Neuauflage des Projekts unter dem Titel “Kinder.Gestalten.Zukunft” geplant. Vier aktive Agenda.Zukunft-Gemeinden erhalten die Chance teilzunehmen und die Perspektive der Kinder in ihre nachhaltige Entwicklung einzubinden.

Altersgerechte Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswelt

Die inhaltliche Auseinandersetzung erfolgt altersgerecht in Form von drei Schul-Workshops im Rahmen des Unterrichts mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen. Bei den Projekttreffen erzählen die Kinder von ihrem Alltag sowie ihren Lieblingsorten und Beschäftigungen außerhalb der Schule.

grafische Darstellung

Ein Höhepunkt ist die Vorstellung der Ergebnisse im öffentlichen "Kinderforum". Zu diesem Anlass werden Vertreter der Gemeindepolitik, der Verwaltung sowie andere lokale Akteure wie Vereinsfunktionäre eingeladen, und natürlich sind auch Eltern und die interessierte Öffentlichkeit ist willkommen. Im Kinderforum präsentieren die Kinder ihre spezifischen Anliegen und Ideen zur Umsetzung und erhalten Rückmeldungen von Erwachsenen sowie einen Projektpaten zur Unterstützung bei der Realisierung.

Voraussetzungen zur Teilnahme am Förderschwerpunkt Kinder.Gestalten.Zukunft

Gemeinden, die am Projekt teilnehmen möchten, sollten bereits Mitglieder des Agenda.Zukunft Netzwerks OÖ sein. Eine weitere Bedingung für die Teilnahme ist das politische Engagement der Gemeinde für das Projekt Kinder.Gestalten.Zukunft sowie die Bereitstellung eines Eigenmittelanteils von etwa 3000 Euro. Wesentlich für den Erfolg des Projekts ist die Bereitschaft zur Teilnahme, zum Austausch von Wissen und Erfahrungen in Workshops und zur Realisierung der Projektideen.

Das Projekt ist hauptsächlich für Volkschulkinder der 3. und 4. Schulstufe gedacht und umfasst etwa 20 bis 45 Kinder oder maximal zwei Parallelklassen. Erfahrungen mit Partizipation oder ein Bekenntnis zu mehr Kinderbeteiligung seitens der Schule sind von Vorteil. Zudem ist die Nennung einer Hauptkontaktperson sowie die aktive Beteiligung der Klassenlehrkraft erforderlich.

Bei Interesse steht der Fachbereich Regionale Zukunftsgestaltung der RMOÖ für Ihre Fragen zur Verfügung!

Infoblatt Kinder.Gestalten.Zukunft

Weitere Artikel

Ein Mann steht auf einer Bühne neben einem Stehtisch mit Laptop und spricht in ein Mikrofon. Hinter ihm wird eine große Präsentationsfolie an die Wand projiziert. Die Folie zeigt ein Luftbild eines Gebäudekomplexes und den Titel „Zusammen Perspektiven verschieben.“ sowie den Untertitel „Vom Fiktiven, Digitalen, Experimentellen zum Realen, Analogen und Umsetzbaren.“. Im Vordergrund sind die unscharfen Silhouetten der Zuschauer zu sehen.
10.02.2026

RURASMUS - bereit für ein "Auf's Land Semester"?

Agenda.Zukunft ermöglicht bis zu drei zukunftsoffenen Gemeinden eine geförderte Teilnahme am Programm RURASMUS.
Studierende leben und arbeiten für ein Semester direkt vor Ort und bearbeiten konkrete kommunale Aufgabenstellungen. Das Zusammenspiel aus wissenschaftlicher Expertise und lokaler Praxis bringt frische Perspektiven, umsetzbare Ergebnisse und neue Impulse für eine nachhaltige Entwicklung der Gemeinde und des ländlichen Raums.
Bürgerrat in einem hellen, rustikalen Holzsaal. Etwa ein Dutzend Teilnehmende sitzen im Kreis auf Holzstühlen, während eine Moderatorin in einem roten Rock vor mehreren Pinnwänden steht und spricht. In der Mitte des Kreises liegen bunte Moderationskarten und Steine auf dem Boden. Die Stimmung wirkt konzentriert und einladend.
21.01.2026

Erfahrungsbericht Bürgerräte in Oberösterreich

Wie können „ganz normale“ Bürger:innen aktiv an der Zukunft ihrer Gemeinde mitwirken? Die neue Publikation „Bürgerräte in Oberösterreich – Erfahrungen und Wirkungen im Rahmen von Agenda.Zukunft“ zeigt auf, wie zufällig ausgewählte Menschen in kurzer Zeit gemeinsam tragfähige und konstruktive Lösungen für lokale Herausforderungen entwickeln. Seit 2014 sind Bürgerräte ein fixer Bestandteil von Agenda.Zukunft – rund 50 davon wurden bereits erfolgreich umgesetzt.

Der aktuelle Erfahrungsbericht zieht nun eine Zwischenbilanz und macht sichtbar, wie Beteiligung Vertrauen schafft, neue Perspektiven eröffnet und Gemeinden nachhaltig stärkt.
Isometrische, stilisierte Darstellung einer modernen, nachhaltigen Wohnsiedlung mit Holzhäusern, eingebettet in eine Landschaft mit stilisierten Bäumen und Bergen. Im Hintergrund steht eine große, weiße, polyedrische Kugel. Der Text darüber lautet: „Zukunft.hören – Gemeinden von Übermorgen gemeinsam gestalten.“
25.11.2025

Zukunft.hören - unser Podcast für zukunftsoffene Gemeinden und begeisterte Gestalter:innen

Stell dir eine Welt vor, in der Gemeinden, Städte und Regionen nicht nur verwaltet, sondern bewusst gestaltet werden: nachhaltig, kreativ, zukunftsorientiert. Genau das ist die Vision von „Zukunft.hören“, dem Podcast des Agenda.Zukunft-Netzwerks OÖ. Hier hörst du nicht trockene Theorie – sondern echte Menschen mit mutigen Ideen, konkreten Projekten und leidenschaftlichem Engagement für das Morgen.
Collage mit Bergen im Hintergrund. Mehrere Menschen sitzen auf zwei großen orangefarbenen Gläsern und strecken die Arme zueinander. Unter ihnen halten orangefarbene Hände die Gläser, im Vordergrund bewegen sich lilafarbene Figuren gemeinsam. Mehrfach steht das Wort „ZAUM“.
20.11.2025

ZAM ZAM ZAM I ZAUM ZAUM ZAUM ... am 20. November 2025 findet die RURASMUS - Konferenz im OKH Vöcklabruck statt!

Unter dem Titel „Gemeinsam Perspektiven verschieben“ entsteht mit Unterstützung von Agenda.Zukunft ein Tag voller Einblicke, Ausblicke und Gespräche über Zukunft, Gestaltung und Veränderung im ländlichen Raum.