Eine Gruppe von 15 Personen mit Sektgläsern auf einer Wiese.
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Landes NW-Treffen
Alberndorf, Gunskirchen, Gutau, Höhnhart, Kaltenberg, Kematen an der Krems, Kleinzell, Kremsmünster, Michaelnbach, Munderfing, Neukirchen an der Vöckla, Oberneukirchen, Perwang am Grabensee, St. Aegidi, St. Johann am Wimberg, St. Peter am Wimberg, St. Stefan - Afiesl, Scharnstein, Taiskirchen, Traunkirchen, Unterach, Vöcklabruck
23.04.2021

23 Gemeinden und Projekte für Agenda 21-Zukunftsarbeit ausgezeichnet

17 Gemeinden und 6 Modellprojekte sollten am 23. April 2021 von Landeshauptmann Thomas Stelzer und Landesrat Stefan Kaineder für ihr vorbildliches Zukunfts- und Beteiligungsengagement im Agenda 21-Zukunftsprogramm ausgezeichnet werden. Coronabedingt musste die Festveranstaltung ausfallen und Zertifikate und Präsente werden nun aus der Ferne übermittelt. Die Latte für die Auszeichnung liegt hoch, gilt es doch, umfassend zu beteiligen, innovative Ideen zu entwickeln und konkrete Umsetzungen auf den Weg zu bringen. Die PreisträgerInnen kommen aus allen Teilen unseres Landes und decken eine große Bandbreite an Zukunftsthemen ab.

Beteiligung ist eine wesentliche Qualität von Agenda 21-Prozessen. So haben beispielsweise an der Innenstadt-Agenda in Vöcklabruck bis zu 300 Menschen in Projektwerkstätten mitgearbeitet. Aber auch in Kaltenberg, mit 600 EinwohnerInnen eine der kleinsten Agenda 21-Gemeinden, haben sich mehr als 50 BürgerInnen in 8 Projektgruppen eingebracht. Im Modellprojekt „Frauen.Leben.Almtal“ werden die weiblichen Gestaltungspotenziale für die Entwicklung der Region zur Entfaltung gebracht. Michaelnbach erarbeitet mit dem „Ideenkirtag“ im Dialog mit den BürgerInnen zentrale Richtungsentscheidungen. St. Peter am Wimberg setzt mit „Kinder.Leben.Zukunft“ auf die Beteiligung der jüngsten GemeindebürgerInnen. In Unterach gibt es ein eigenes Büro für Bürgerbeteiligung und ein Bürgerbudget.

Alle Agenda 21-Gemeinden wollen nicht nur Visionen und Ideen, sondern auch konkrete Themen und Projekte umsetzen. So ging es in Gunskirchen um die Planung einer Begegnungszone und um die Einbindung der NeubürgerInnen. In Kematen an der Krems wurde eine Kinderbetreuung durch Ehrenamtliche und eine neue Aufbahrungshalle umgesetzt. Kleinzell hat ein Nahversorgergebäude errichtet und das Thema Wohnen im Alter bearbeitet. Die Belebung der drei Ortskerne ist in Oberneukirchen, Waxenberg und Traberg das zentrale Thema. St. Johann am Wimberg arbeitet an einem regionalen ehrenamtlichen Ganztagesbetreuungskonzept für SeniorInnen. Taiskirchen vertieft das Thema „Modernes Landleben“ und arbeitet intensiv am regionalen Modellprojekt „Multilokal leben“ mit. St. Aegidi setzt mit der „Landspinnerei“ einen ländlichen Co-Working-Space um.

Alle Agenda 21-Gemeinden geben lokale Antworten auf globale Nachhaltigkeitsprogramme, wie die Agenda 2030. Dabei kommt auch das Instrument GemeindeNavi Agenda 2030, wie in Alberndorf oder Höhnhart, erfolgreich zum Einsatz.

Ein ganz besonderer Schwerpunkt der Agenda 21in Oberösterreich ist die Stärkung des Zusammenhalts und die Entwicklung neuer  Wir-Modelle. So hat St. Stefan-Afiesl mit der Gründung einer Bürgergenossenschaft ein Gemeinschaftszentrum mit Gasthaus, Cafe und Nahversorger aufgebaut. Perwang sticht durch das hohe Maß an ehrenamtlichem Engagement und die breite Umsetzung des Themas natürliche Vielfalt hervor. Mit dem Modellprojekt „Barrierefrei am Traunsee“ stärken die vier Gemeinden Altmünster, Ebensee, Gmunden und Traunkirchen die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung.

Die stärkste Wirkung und die innovativsten Projekte erzielen jene Agenda 21-Gemeinden, die über längere Zeiträumekonsequent dranbleiben. So konnte sich Gutau erfolgreich als Färbergemeinde positionieren, eine Mediathek und das Thema erneuerbare Energien umsetzen. Kremsmünster hat neben unzähligen Projekten einen Generationenvertrag entwickelt. Neukirchen an der Vöckla hat durch permanente Einbindung der Bevölkerung immer wieder neue, innovative Projekte, wie z.B. eine Foodcoop auf den Weg gebracht. Munderfing hat unzählige Themen erfolgreich umgesetzt und ermöglicht nun mit dem Modell „Systemisch Konsensieren“ auch die Bearbeitung von konfliktträchtigen Themen.

 

Presseaussendung "Oberösterreich denkt Zukunft mit Beteiligung" vom 23.04.2021

Alle Steckbriefe und Beschreibungen der ausgezeichneten Gemeinden und Projekte

Steckbrief Agenda 21 Alberndorf

Steckbrief Agenda 21 Gunskirchen

Steckbrief Agenda 21 Gutau

Steckbrief Agenda 21 Höhnhart

Steckbrief Agenda 21 Kaltenberg

Steckbrief Agenda 21 Kematen

Steckbrief Agenda 21 Kleinzell

Steckbrief Agenda 21 Kremsmünster

Steckbrief Agenda 21 Michaelnbach

Steckbrief Agenda 21 Neukirchen an der Vöckla

Steckbrief Agenda 21 Oberneukirchen

Steckbrief Agenda 21 Perwang

Steckbrief Agenda 21 St. Johann am Wimberg

Steckbrief Agenda 21 St. Peter am Wimberg

Steckbrief Agenda 21 Taiskirchen

Steckbrief Agenda 21 Unterach am Attersee

Steckbrief Agenda 21 Vöcklabruck

Projektbeschreibung Barrierefrei am Traunsee

Projektbeschreibung Bürgergenossenschaft St. Stefan-Afiesl

Projektbeschreibung Frauen.Leben Almtal

Projektbeschreibung Landspinnerei St. Aegidi

Projektbeschreibung StadlLandler Multilokalität im Innviertel

Projektbeschreibung Systemisches Konsensieren Munderfing

 

 

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